WICHTIGE INFORMATIONEN

Achtung! Bei der Wohnungsgröße wird unterstellt, dass Normalwohnungen in der Regel bis zu 100 qm groß sind. Bei Kleinwohnungen unter 45 qm mit integriertem Sanitär- und Versorgungsbereich ist im Einzelfall wegen des höheren Baukostenaufwandes ein Zuschlag bis zu 30%, bei Großwohnungen über 100 qm ein Abschlag bis zu 3% erforderlich.
Falls der Mietzins die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20% übersteigt, handelt es sich meistens um eine sog. Mietpreisüberhöhung. Nach § 5 WiStrG ist die Miete unangemessen hoch, wenn der Mietpreis die ortsübliche Vergleichsmiete nicht unwesentlich übersteigt und der Mietpreis nur in Folge eines geringen Angebots an vergleichbaren Räumen erzielt werden konnte. Wenn es sich um eine kostendeckende Miete handelt, kann der Vermieter den Vorwurf der unangemessenen Miete zurückweisen. Diese wird wie bei öffentlich geförderten Wohnungen berechnet, darf also auch die Zinsen für das Eigenkapital enthalten. Die Miete kann auch dann unangemessen hoch sein, wenn sie aufgrund einer Mieterhöhung nach einer Modernisierung die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20% bis 50% übersteigt.

In ganz extremen Fällen kann es sich auch um Mietwucher handeln. Das ist dann der Fall, wenn der Vermieter eine Zwangslage, den Leichtsinn oder die Unerfahrenheit des Mieters ausnutzt und sich eine Wohnungsmiete zahlen lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zur gebotenen Leistung steht; d.h. wenn z.B. die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 50% überschritten wird. Ob aber tatsächlich ein auffälliges Missverhältnis zwischen Miete und Wohnwert besteht, lässt sich meist nur anhand eines Sachverständigengutachtens feststellen.

Rückforderungsrecht

Wenn der Tatbestand der Mietpreisüberhöhung vorliegt, kannst Du den Betrag zurückfordern, der mehr als 20% bzw. 50% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Dein Rückforderungsrecht verjährt nach vier Jahren.

Erläuterungen zur Wohnlage

Einfache Wohnlage
Beeinträchtigung des Wohnens durch Handwerks- und Gewerbebetriebe, Fehlen von Frei- und Grünflächen, starke Verkehrsbelästigung, Wohnung mit wenig Licht, Luft und Sonne, keine öffentlichen Verkehrsmittel bzw. Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, starke Lärm-, Staub- und Geruchsbelästigung.

Mittlere Wohnlage
Wohnstraße bzw. -gegend ohne Lagevorteile, meist Wohnungen ohne Begrünung, Wohn- und Geschäftsstraße mit Durchgangsverkehr, öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten bis ca. 5 Min. Fußweg, sowohl Innenstadt als auch Vorortlage.

Gute Wohnlage
Bevorzugte und ruhige Wohnviertel in der Nähe von Grünanlagen oder Wohnanlage mit Gärten bzw. Vorgärten, Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, Schulen, öffentliche Verkehrsmittel usw.) in der Nähe bzw. gut erreichbar. Erfahrungsgemäß ist der überwiegende Teil des Wohnungsbestandes der mittleren Wohnlage zuzuordnen.

 

Richtig mieten

Informationen zum Einzug